„English for Friendz" spendet an Tafel und Kinderzentrum St. Marien

Wormser Zeitung vom 05.02.2013, von Ulrike Schäfer

„English for Friendz" heißt die Sprachschule von Ilse Oßwald und Florence Thurn in Osthofen und Leiselheim. In kleinen Gruppen unterrichten die beiden Dozentinnen Kinder ab vier Jahren unter dem Motto „Vorsprung durch Frühbeginn", aber auch Schulkinder, Jugendliche und Erwachsene dürfen bei ihnen nach einer stressfreien, spielerischen Methode lernen. Hilfreicher Vermittler, zumindest bei den Kleinen, ist „Chris the Grashopper", der ausschließlich Englisch versteht. Will man sich mit ihm verständigen, muss man sich seiner Sprache bedienen. „Wir sind keine Konkurrenz zur Schule", betont Florence Thurn. „Wir wollen einfach, dass unseren Schülern das Englischsprechen Spaß macht." Ein bisschen klingt das auch in dem Namen der Schule an. Auch Französisch und Niederländisch kann man bei den freundlichen Damen lernen, beziehungsweise auffrischen und festigen.

Anlässlich des zwölfjährigen Bestehens ihrer Sprachschule spendeten Oßwald und Thurn nun 600 Euro an die Wormser Tafel und 600 Euro an das Kinder- und Jugendhilfezentrum St. Marien. Jürgen Sehrt, Leiter der Tafel, will das Geld für gute Schulranzen ausgeben. „Eltern von Schulanfängern, die zu uns kommen, können Bedarf anmelden", erklärte er die Vorgehensweise.

In St. Marien wird die Spende für die Ausstattung eines Multifunktionsraumes mit ergotherapeutischen Angeboten genutzt, erläuterte Ulrich Sold, Bereichsleiter für stationäre Hilfen. Er führte seine spendablen Besucherinnen durch die Gemeinschaftsräume des Zentrums und informierte sie über die Arbeit, die hier geleistet wird.

Im Haus sind drei stationäre Wohngruppen mit 36 Plätzen für Kinder unterschiedlichen Alters untergebracht. Außerdem gibt es eine Tagesgruppe für zirka 20 Grundschulkinder, für ältere Schüler und Schülerinnen psychologische Gruppenarbeit und soziales Kompetenztraining. Immer, so Sold, werde ein enger Kontakt zu den Eltern gesucht, damit die Kinder und Jugendlichen so bald wie möglich in einigermaßen stabile familiäre Strukturen zurückkehren können. Nicht in jedem Fall gelingt das, deshalb sucht das Zentrum immer neue Formen, um den Jugendlichen den Weg ein eigenständiges Leben zu ebnen. „Immerhin die Hälfte unserer Schützlinge schafft es, kann ein freies, gutes Leben führen", beantwortete Sold die Fragen seiner Gäste.